Dienstag, 10. Mai 2011

Familienbett Vol. 1 oder auch Kopfteil DIY

Also dieser Artikel hat jetzt nur im weitesten Sinne etwas mit Kinderzimmerkunst zu tun. Um Kinder geht es aber... und um die Eltern ... und (schon wieder) ums Selbermachen.
Im Juli ist es nämlich soweit... dann sind wir zu viert.
Statt zwei drei Leuten werden voraussichtlich vier (mehr oder weniger große) Menschen ihre Nächte gemeinsam in ein und dem selben Bett verbringen.
Und da der Platz jetzt schon kaum ausreicht, weil der Kleinste von uns immer im rechten Winkel zu seinern Eltern schläft oder sich auch schonmal wie ein Uhrzeiger dreht haben wir beschlossen unser Bett von 180cm auf 300cm zu verbreitern. Das sollte erstmal reichen. (Hoffentlich)

Im Internet finden sich einige Informationen zum Thema Familienbett, meistens geht es um die Frage, ob man das jetzt machen soll/ darf/ muss oder nicht und/ oder ob schonmal jemand sein Kind im Schlaf überrollt hat. Wie bei fast allen Themen, die mit kleinen Kindern und deren Erziehung zu tun haben, sind die Fronten auch hier ziemlich verhärtet. Die einen finden es gibt nix Schöneres als morgens von einer sabberigen Hand im Gesicht geweckt zu werden, die anderen fürchten, dass ihre Kinder auch mit 18 noch ins elterliche Bett gekrochen kommen und zu psychosexuell gestörten Nesthockern werden.
Das möchte ich aber gar nicht weiter erörtern, wer will kann sich dazu hier, hier oder hier ein bisschen belesen.
Was mich mehr interessiert ist die praktische und optische Umsetzung eines solchen Vorhabens.
Die meisten Bilder, die ich im Netz zu diesem Thema gefunden habe zeigen entweder Familienbetten die viel schmaler sind als unser jetziges Bett oder hässliche Matratzenlager, im besten Fall hat jemand 2 Betten zusammengeschoben.
Wir haben beschlossen keine halben Sachen zu machen und uns das Bett selbst entworfen und konstruiert.
Nach wochenlangen "Wie machen wir's denn jetzt?" -"Keine Ahnung reden wir später drüber" -Diskussionen hatten wir dann letztendlich so eine Art Plan, genauer genommen sogar zwei, einen für's Bettgestell und einen für das Kopfteil.
Das sah dann so aus: 



(Ihr dürft raten, welche Skizze dem Ingenieur und welche der Malerin zuzuordnen ist. Aber Vorsicht, der Schein trügt.)
Leider bestand mein Part bei den Arbeiten v.a. am Anfang bauchbedingt eher aus daneben sitzen und kluge Ratschläge erteilen. Später hab ich mich dann allerdings mit dem Tacker bewaffnet und das Polstern des Kopfteils übernommen.
Eine halbe Urlaubswoche hat's gebraucht, dann war das Familienbett fertig.

 Und wenn ihr wissen wollt, wie man so ein Kopfteil selber macht, dann lest einfach hier weiter. Da gibt es die Anleitung, die natürlich für jede erdenkliche Bettbreite ganz einfach abgewandelt werden kann. Vielleicht wagt sich ja auch mal jemand an ein 4m breites Bett?

Kommentare:

  1. Wow welch tolles Bett! Ich bin begeistert, da kann unsere Konstruktion nicht mithalten :).

    LG Maja

    AntwortenLöschen
  2. Etwas indiskret..aber hätten sie vielleicht Interesse unseren Blog in in ihre Blog Liste aufzunehmen ? Ich denke vom Thema würde es gut passen.
    http://pusteblumenland.blogspot.com/

    Beruht dann natürlich auf Gegenseitigkeit :))

    LG Maja

    AntwortenLöschen
  3. das sieht sehr kuschlig aus. wir haben bis jetzt nur die variante kinderbett an elternbett. aber vielen dank für den tipp. ich werde uns demnächst eine couch aus paletten basteln und da wäre so ein kopfteil auch fein.

    AntwortenLöschen